Kultusstaatssekretärin Anna Stolz zu Besuch im BSZ Bad Windsheim

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Nach dem Vortrag von Schulleiterin Christina Müller und den einleitenden Worten von Staatssekretärin Stolz entstand eine lebhafte Diskussion, von links: Bürgermeister Bernhard Kisch, Landrat Helmut Weiß, Ltd. Regierungsschuldirektor Rudolf Rager, Bereichsleiter Schulen Johannes-Jürgen Saal, Staatssekretärin Anna Stolz, MdL Gabi Schmidt, MdL Hans Herold, Fachbetreuer Reinhard Streng, stv. SLin Dagmar Lobig, SLin Christina Müller, stv. SLin Michaela Müller.

Ländliche Standorte stärken – Bad Windsheim im Fokus des Kultusministeriums

Schulleiterin Christina Müller begrüßte acht wichtige Gäste am Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Bad Windsheim zu einem von der Landtagsabgeordneten Gabi Schmidt initiierten Arbeitstreffen. Frau Staatssekretärin Anna Stolz, Frau Gabi Schmidt, Mitglied des Landtages, Herr Hans Herold, Mitglied des Landtages, Herr Landrat Helmut Weiß, Herr Bürgermeister Bernhard Kisch sowie von der Regierung von Mittelfranken Herr Bereichsleiter Johannes-Jürgen Saal und Herr Sachgebietsleiter Rudolf Rager kamen am Montag an die Wirtschaftsschule Bad Windsheim.

Ziemlich eng getaktet war der Besuchsplan, der einen intensiven Austausch über die Weiterentwicklung des BSZ Bad Windsheim vorsah.

Nach der Vorstellung erläuterte Frau Christina Müller die Situation des zum 01.08.2017 gegründeten BSZ Bad Windsheim. Ihr machen die Schülerzahlen große Sorgen. Aufgrund des demografischen Wandels, der Veränderungen der Schullandschaft und des Wandels auf dem Arbeitsmarkt haben sich die Rahmenbedingungen für ein kaufmännisches Schulzentrum verändert. Schwerpunkte lege man am BSZ Bad Windsheim auf Inklusion und Digitalisierung.

Schulleiterin Christina Müller könnte sich unter anderem eine Stärkung im Gesundheitsbereich – passend zur Kurstadt Bad Windsheim – sehr gut vorstellen.

Frau Staatssekretärin Anna Stolz zeigte großes Interesse an den Ausführungen und erklärte, sie wisse aus eigener Erfahrung, wie wichtig Schulen im ländlichen Raum seien. Die geplante Einführung der Jahrgangsstufe 6 der Wirtschaftsschule sei ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Wirtschaftsschule, bayernweit seien die Rückmeldungen von Modellschulen positiv.

Frau Staatssekretärin Stolz dankte den Lehrkräften, dass sie sich dem Thema Inklusion widmen. Durch das Schulprofil Inklusion kämen die Förderstunden direkt bei den Schülerinnen und Schülern an. Die Staatssekretärin versichert: „Wir bekennen uns zu den ländlichen Standorten und wollen ländliche Standorte halten.“ Deshalb überlege man im Kultusministerium gezielt, wie ländliche Schulzentren gestärkt werden könnten. Bad Windsheim sei dabei im Fokus.

Frau Schmidt, Mitglied des Landtages, unterstützt die Stärkung der Berufs- und Wirtschaftsschule Bad Windsheim sehr – nicht zuletzt deshalb, weil sie selbst als Auszubildende an der Schule war. Sie regt an, auch an die Berufsintegration zu denken.

Herr Landrat Weiß freut sich als ehemaliger Wirtschaftsschüler über die geplante Einführung der 6. Klasse an der Wirtschaftsschule. „Gelder für Sanierung oder Neubau des BSZ Bad Windsheim stehen bereit, wir müssen nur wissen, wohin die Reise gehen soll.“ Er und Herr Herold appellieren an die Regierungsvertreter und an Frau Stolz, dass eine Stärkung durch weitere Ausbildungsberufe möglich sein müsste.

Herr Bürgermeister Kisch ergänzt, dass der Schulstandort Bad Windsheim wichtig für die Arbeitgeber sei. Bei Betriebsbesuchen würden Absolventen der Wirtschaftsschule sehr gelobt. Es ist ihm ein Anliegen, dass Bad Windsheim möglichst viele Schularten beheimatet. Auch Herr Herold, Mitglied des Landtages, bestärkt: „Die Wirtschaftsschule ist eine Karriereschule“.

In der Runde werden verschiedene Möglichkeiten zur Stärkung diskutiert. Alle Beteiligten sichern ihre Unterstützung zu. Die Regierung von Mittelfranken, vertreten durch Herrn Bereichsleiter Saal und Herrn Sachgebietsleiter Rager, ist laut Frau Stolz angehalten, ein Konzept zu Stärkung des ländlichen BSZ Bad Windsheim zu erstellen.

Nach dem intensiven Austausch hatten die Gäste für kurze Stippvisiten in einigen Unterrichtsstunden der Wirtschaftsschule und der Berufsschule Gelegenheit. Hierbei konnten z. B. die 8.-Klässler der Wirtschaftsschule mit ihren digitalen Kenntnissen in einem Setting mit selbst erstellten Augmented Reality Elementen beeindrucken.

Staatssekretärin Stolz hatte bereits in der gemeinsamen Diskussion betont, dass Geräte allein wenig bewirken. Die Lehrkräfte müssten diese entsprechend einsetzen und ihre Schülerinnen und Schüler in der verantwortungsvollen Nutzung ertüchtigen. Dass dies am BSZ gelingt, konnten die Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Die Schülersprecherin Mona Heubusch begrüßte die Delegation im Übungsunternehmen und stellte die Arbeit in den Abteilungen anschaulich vor. Es wurde deutlich, dass hier wie im Arbeitsleben Waren bestellt, verkauft und „geliefert“ werden. Theorie und Praxis gehen hier ineinander über.

An der Berufsschule überzeugten die Kaufleute im Einzelhandel mit einem geschmackvoll gestalteten Schaufenster mit dem Motto „Valentinstag“. Die Kaufleute im Großhandel präsentierten die klassische Arbeit mit Gesetzestexten am Beispiel der gewerblichen Schutzrechte.

Der neue integrierte Fachraum für Kaufleute im Büromanagement begeisterte die Gäste durch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die Abbildung des gesamten Berufsspektrums von der Arbeit mit den klassischen Office-Programmen bis zu dem für den Anlass perfekt vorbereiteten Besprechungsraum. Die Vertreter der Regierung konnten sich bereits bei dieser Gelegenheit davon überzeugen, dass das Konzept „integrierter Fachraum“ in diesem Fall hervorragend und ganz im Sinne der Erfinder umgesetzt wurde. Die Einweihung ist für den 18.02.2020 im Rahmen des Eltern- und Ausbildersprechtages an der Berufsschule geplant.

Schulleiterin Müller dankte den Gästen für die Wertschätzung und Unterstützung des BSZ Bad Windsheim und hofft auf weitere Arbeitstreffen.

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Frau Schmidt und Frau Stolz beobachten die Arbeit im integrierten Fachraum.
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Hintere Reihe v. l.: Bürgermeister Bernhard Kisch, Fachbetreuer Reinhard Streng, stv. SLin Dagmar Lobig, stv. SLin Michaela Müller, Ltd. Regierungsschuldirektor Rudolf Rager,
vorne v. l.: MdL Hans Herold, SLin Christina Müller, Staatssekretärin Anna Stolz, MdL Gabi Schmidt, Landrat Helmut Weiß, Bereichsleiter Schulen Johannes-Jürgen Saal