Abschlussfeier der Staatlichen Wirtschaftsschule Bad Windsheim
Die Abschlussschülerinnen und -schüler der Staatlichen Wirtschaftsschule Bad Windsheim haben in der vergangenen Woche ihre Zeugnisse der Mittleren Reife erhalten. Bei der feierlichen Zeugnisverleihung standen neben den Glückwünschen zum erfolgreichen Schulabschluss auch Dankbarkeit, Zukunftsoptimismus und das Gedenken an eine verstorbene Lehrerin im Mittelpunkt.
Schulleiterin Michaela Müller gratulierte den Absolventinnen und Absolventen zu ihrem Erfolg. „Ihr habt nicht nur Fachwissen erworben, sondern auch gelernt, kritisch zu denken, Verantwortung zu übernehmen und soziale Kompetenz zu entwickeln“, betonte sie. Eine unkritische Nutzung Künstlicher Intelligenz könne das eigene Denken nicht ersetzen und sei keine tragfähige Grundlage für die Zukunft der Gesellschaft.
Besonders bewegend erinnerte Müller an den plötzlichen Tod der Lehrerin Jana Kruschwitz im Dezember vergangenen Jahres. Der Verlust habe die gesamte Schulfamilie tief getroffen. Vor allem für die Klasse Z 11, die von ihr unterrichtet wurde, sei es schwer gewesen, in den Schulalltag zurückzufinden. Umso mehr würdigte die Schulleiterin den Zusammenhalt und die Stärke der Schülerinnen und Schüler in dieser schwierigen Zeit.
Trotz der außergewöhnlich hohen Temperaturen während der schriftlichen Abschlussprüfungen hätten sich die 44 Jugendlichen nicht entmutigen lassen. Viele konnten ihre Jahresfortgangsnoten in der Prüfung sogar verbessern. Mit Blick auf den weiteren Lebensweg verwies Müller auf die vielfältigen beruflichen und schulischen Möglichkeiten, die den Absolventen offen stehen und warb zugleich für den Lehrerberuf, insbesondere im beruflichen Schulwesen, wo qualifizierte Lehrkräfte dringend gesucht würden.
Die Glückwünsche des Landkreises überbrachte der stellvertretende Landrat Reinhard Streng. Er erinnerte daran, dass er selbst bis 2022 mehr als 20 Jahre als Lehrer an der Wirtschaftsschule tätig gewesen sei und sich politisch für die Einführung der fünften Jahrgangsstufe eingesetzt habe. Den Absolventinnen und Absolventen sprach er seinen Respekt für ihre Leistungen aus und dankte den Eltern für Orientierung, Motivation sowie Geduld – und manchmal auch „beherrschte Ungeduld“. Lernen finde nach wie vor im eigenen Kopf statt. Künstliche Intelligenz könne die natürliche Intelligenz nicht ersetzen. Zugleich machte Streng den Jugendlichen Mut: Aufgrund des



